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Bezirksverein für soziale Rechtspflege

Straffälligenhilfe Lörrach

TOA: Täter Opfer Ausgleich

Was ist ein Täter-Opfer-Ausgleich ?

Der TOA ist der Versuch, einen bestehenden Konflikt (Streit) mit Hilfe eines Vermittlers zu schlichten. Es geht um die Wiedergutmachung zwischen dem Täter, der einem anderen einen Schaden (z.B. Körperverletzung, Beleidigung, Sachbeschädigung oder Diebstahl) zugefügt hat und dem geschädigten Opfer.

Wird der TOA erfolgreich, d.h. zur Zufriedenheit beider abgeschlossen, kann der Staatsanwalt oder der Richter das laufende Verfahren einstellen.

Welche Vorraussetzung gibt es für den TOA ?

Der TOA ist in erster Linie für persönliche Opfer gedacht. Geschädigte Institutionen müssen durch einen Ansprechpartner vertreten werden.



Was geschieht beim TOA ?

Täter und Opfer werden zunächst getrennt zu einem Gespräch mit dem Vermittler eingeladen. Dabei wird geklärt, welche Erwartungen es gibt und ob der Versuch eines TOA möglich ist.

Wenn bei beiden die Bereitschaft zum TOA besteht, treffen sie sich im Beisein des Vermittlers zu einem gemeinsamen Gespräch.



Was bringt der TOA ?

Der Geschädigte hat die Möglichkeit:

Der Täter erhält in dem gemeinsamen Gespräch die Gelegenheit:



Was macht der Vermittler ?

Der Vermittler ist für beide Seiten ein neutraler Ansprechpartner.
Er kann Vorschläge zur Schadenswiedergutmachung und Aussöhnung machen.
Er bietet beiden, Täter und Opfer einen geschützten Rahmen, in dem die jeweiligen Gefühle, Sichtweisen und Ansprüche geäussert werden können.
Er überwacht die getroffenen Vereinbarungen und berichtet dem Staatsanwalt/Richter über das Ergebnis.



Wie kann man einen Schaden bezahlen, wenn man nur wenig Geld hat ?

Für diesen Fall wurde ein Opferfond eingerichtet.
Aus diesem Fonds kann der Täter ein Darlehen erhalten, das er in angemessenen Raten zurückbezahlen kann.